Wie meistern Sie die hohen Rohstoffpreise?

Gerade die Stahlpreise können unter den verschärften Marktbedingungen steigen.

Die steigenden Rohstoffpreise nehmen einen erheblichen Einfluss auf die Kosten im Einkauf. Eine Blitzumfrage der Kloepfel-Consulting und technik+EINKAUF ergab, dass 91% der Teilnehmer dieses als erhebliches Problem sehen.

LANDSBERG. Die Teilnehmer der Befragung stammen aus dem Maschinenbau (25%), aus der Lebensmittelindustrie (16%), der Automobilindustrie (11%), aus Chemie/ Pharma und der Energiewirtschaft (8 bzw. 6%) und aus anderen Branchen. Dabei arbeiten 72% der Teilnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 500 Mio Euro.

Dabei gaben  91% der Teilnehmer an, dass die Rohstoffpreise einen relativ großen bis sehr großen Einfluss auf ihre Kosten nehmen. Bei mehr als der Hälfte der Befragten liegt der Rohstoffanteil bei über 40% ihres Beschaffungsbudgets. Als wichtigste Rohstoffgruppen wurden Stahl, LME Metalle und Kunststoff genannt. Es folgen Strom/Gas, Agrarrohstoffe, chemikalische Grundstoffe und Öl.

85% der Befragten gaben an, dass das Risikomanagement in ihrem Unternehmen wichtig ist, doch nur 25% beurteilten es mit sehr wichtig. Je wichtiger das Risikomanagement eingestuft wurde, desto eher existiert eine schriftlich fixierte Risikomanagementstruktur. Insgesamt gibt es eine leichte Mehrheit (54%) an Unternehmen, die keine schriftlich festgelegte Risikomanagementstrategie haben. 46% geben an, dass es ein solches Dokument in ihrem Unternehmen gibt.

In 44% sind die Beschaffungsabteilungen bei der Festlegung der Risikomanagementstrategie beteiligt. Es folgen die Abteilungen Finanzen (22%) und Controlling (21%). 70% der Befragten gaben an, dass die basis ihrer Risikoinstrumente Eigenentwicklungen sind. 63% nutzen Marktdaten und auf externe Anbieter greifen nur 15% zurück.

Die Mehrheit der befragten Einkäufer (51%) nutzen eine offene Kalkulation als Instrument der Rohstoffpreisabsicherung. 27% verwenden Hedging, 20% Natural Hedge, deren Ziel es ist, Einnahmen und Ausgaben in einer gegebenen Währung zu reduzieren.

Insgesamt 87% der teilnehmer glauben, dass die Rohstoffpreise in Zukunft steigen, 16% halten einen starken Anstieg für der Preise für wahrscheinlich. Die beiden meistgenannten Strategien zur Rohstoffpreisentlastung sind alternative Beschaffungslösungen (64%) und Wertanalysen (53%), dahinter folgt Hedging mit 12%.


13.04.2011 - Technik+Einkauf


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Firma: Kloepfel Consulting GmbH

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